Zukunft Liebfrauen

Bischof Overbeck bestätigt Votum zum Pfarreientwicklungsprozess (PEP)

Am 30. Juni hatten der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat jeweils mit großer Mehrheit ein Votum zur zukünftigen pastoralen und wirtschaftlichen Ausrichtung der Pfarrei Liebfrauen bis zum Jahr 2030 beschlossen und dem Bistum Essen zur Bestätigung vorgelegt. Diese Bestätigung durch die Bistumsleitung liegt nun vor.

„Durch die Bestätigung des Votums durch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat unsere Pfarrei jetzt Planungssicherheit. Ich bedanke mich bei allen Ehren- und Hauptamtlichen, die zum erfolgreichen Votum beigetragen haben“, betont Pfarrer Pater David Ringel.

„Die Pfarrei Liebfrauen wird weiterhin nah bei den Menschen und in jedem Stadtteil im Bochumer Osten und Norden präsent bleiben“, betont Pfarrgemeinderatsvorsitzender Christian Schnaubelt.

„Wir freuen uns über die Bestätigung und die Ermutigung durch Bischof Overbeck, die pastorale Arbeit sozialräumlich sowie in Absprache mit der ev. Kirche und der Kommune auszurichten“. „Dabei werden wir auch die muttersprachlichen Gemeinden beteiligen“, hebt Hans-Wilhelm Schleich (stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes) hervor.

Neben der Zustimmung zur pastoralen Konzeption bestätigte Bischof Overbeck in seinem heute eingegangenen Schreiben auch die wirtschaftliche Planung. Gemeinsam mit der Pfarrkirche Liebfrauen (Altenbochum) und der St. Elisabeth-Kirche (Gerthe) wird die Pfarrei auch in Langendreer eine Kirche als Standort für Heilige Messen erhalten. Bis zum Ende des Jahres 2020 soll in einem „transparenten Prozess“ (Zitat Bischof Overbeck) die Entscheidung über den genauen Kirchenstandort in Langendreer (St. Bonifatius oder St. Marien-Kirche) getroffen werden.

„Wir planen keine der fünf anderen Kirche zu schließen und stattdessen z.B. in St. Marien und Hl. Geist Mischnutzungsformen zu finden“, betont Pfarrer David Ringel für den Kirchenvorstand und Hans-Wilhelm Schleich fügt ergänzend den Hinweis an, die dafür nötigen Finanzmittel im Rahmen der Umsetzung des wirtschaftlichen Konzeptes hinreichend bereitstellen zu können.

Gesammelt und gesendet

so lautet das Motto des Votums unserer Pfarrei Liebfrauen zum Pfarreientwicklungsprozess (PEP). Pfarrer Pater David Ringel, der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Hans-Wilhelm Schleich und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christian Schnaubelt übergaben das 32-seitige Votum mit Anhängen am 25. Juli im Bischöflichen Generalvikariat in Essen (s. Foto). 


Die Pfarrei Liebfrauen Bochum verbindet Christen aus sechs Gemeinden des Bochumer Nordens und Ostens, zusätzlich sind im Gebiet unserer Pfarrei auch die italienische und die spanische Gemeinde beheimatet – jede dieser Gemeinden hat ihre eigene Geschichte, ihre gewachsenen Strukturen, ihren örtlichen Festkalender, ihre Art und Prägung, den Gottesdienst zu feiern. Es war bei der Bildung unserer Pfarrei nicht einfach, den Bedürfnissen der einzelnen Gemeinden in angemessener Form Raum zu geben. Trotzdem haben wir uns vor zehn


Jahren auf den gemeinsamen Weg gemacht, wir mussten manches Liebgewordene loslassen, wir mussten so manchen Kompromiss eingehen.

Nun verlangen die fortschreitende Entwicklung der Gesellschaft und die wirtschaftlichen Aussichten für unser Bistum, dass wir einen weiteren Schritt der Wandlung vornehmen. Im Pfarreientwicklungsprozess (PEP) haben wir gemeinsam beraten, wie unsere Pfarrei Liebfrauen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte aufgestellt sein soll. Dabei soll der Blick zuerst auf die pastorale Situation und Ausrichtung gerichtet werden, dann aber auch auf die Anzahl der Gebäude – der Kirchen wie auch der Gemeindeheime und Pastorate – denn es kann nicht verschwiegen werden, dass die Ausgaben der Pfarrei deutlich gemindert werden müssen.

Zusätzlich veröffentlichen wir hier auch eine 

​und die

Bei diesem Unterfangen ist es uns sehr wichtig, nah bei unseren Mitmenschen zu bleiben, denn für die Weitergabe des Glaubens sind lebendige Beziehungen lebensnotwendig - wir glauben, weil andere es uns vorgelebt haben! Es ist uns ein Anliegen, soweit es uns möglich ist, den Menschen Heimat zu bieten und Heimat zu lassen – das Gebäude der Kirche soll möglichst erhalten bleiben, vielleicht mit anderer Nutzung oder Mehrfachnutzung.

Weiterhin wollen wir im Dienst am Menschen da sein – in caritativer Hinsicht und auch in der sozialen Diskussion wollen wir Gesprächspartner für die Parteien, Gruppen und Verbände sein, die sich für das Wohl der Menschen in unserer Region einsetzen.

Wir wollen bei unserer Neuaufstellung auch das Wohl der Kinder, der Jugendlichen und der jungen Erwachsenen vor Augen haben: Ihre Meinung und ihre Anliegen sind uns wichtig – sie sollen in unserer Pfarrei offene Ohren und offene Herzen antreffen - Menschen, die mit ihnen gemeinsam Wege gehen.

Damit dieses Projekt aber beginnen kann, müssen wir zuerst unsere Pfarrei für diese neue Phase rüsten – das versuchen wir mit diesem...

Votum

...nun zu beginnen. Also: „Platz schaffen – Verbindungen eingehen – Heimat bieten“.

Pater David Ringel (Pfarrer)